Philippe-Auguste-Mauer, Gedenkstätte im 3. Arrondissement, Paris, Frankreich
Die Enceinte Philippe Auguste ist ein mittelalterliches Stadtbefestigungswerk im 3. Arrondissement von Paris, das heute als Gedenkstätte mit einer Erinnerungstafel erhalten ist. Von der ursprünglichen Mauer sind nur wenige Fragmente übrig geblieben, die in das städtische Gefüge eingebettet sind und von der Topographie der Straßen umgeben werden.
Der Bau der Mauer begann um 1190 auf der rechten Seinseite, um Paris vor Angriffen von außen zu schützen, und wurde um 1215 abgeschlossen. Im Laufe der Jahrhunderte, als die Stadt wuchs, wurden große Teile der Mauer abgetragen, sodass heute nur noch einzelne Abschnitte sichtbar sind.
Die Enceinte Philippe Auguste erinnert die Bewohner des Marais daran, dass ihre Straßen und Häuser oft direkt auf den alten Befestigungslinien stehen. Die Form der Mauer hat das Stadtbild bis heute geprägt, und wer genau hinschaut, erkennt noch heute ihren Verlauf in der Anordnung der Gebäude.
Die Überreste der Mauer sind zu Fuß zugänglich und lassen sich gut bei einem Spaziergang durch das 3. Arrondissement entdecken. Es empfiehlt sich, tagsüber vorbeizukommen, wenn die Umgebung gut beleuchtet ist und die Straßen lebhaft sind.
Eine Tafel am Standort erklärt, dass diese Mauer die zweite mittelalterliche Stadtbefestigung von Paris ist, deren genauer Verlauf heute noch nachvollzogen werden kann. Wer in Paris durch bestimmte Höfe und Keller geht, kann ohne es zu wissen direkt neben einem ihrer Türme stehen.
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