Canal de Berry, Historisches Denkmal, Kanal und Schleuse in Selles-sur-Cher, Frankreich
Der Canal de Berry ist ein historischer Kanal in Selles-sur-Cher in Frankreich, der zu den längsten und schmalsten Wasserstraßen des Landes zählt und als eingetragenes historisches Monument gilt. Er verfügt über mehrere Schleusen, Aquädukte und Steinbrücken, die entlang seines Verlaufs durch Felder und Dörfer erhalten geblieben sind.
Die Idee, den Cher schiffbar zu machen, wurde bereits im späten 15. Jahrhundert diskutiert, doch erst nach 1808 begannen die eigentlichen Bauarbeiten unter dem Ingenieur Joseph-Michel Dutens. Der Kanal wurde in mehreren Etappen fertiggestellt und war bis Mitte des 20. Jahrhunderts in Betrieb, bevor er 1955 offiziell geschlossen wurde.
Der Canal de Berry ist heute vor allem ein Ort für Spaziergänger und Radfahrer, die entlang der begrünten Ufer unterwegs sind. An manchen Stellen kann man noch alte Schleusenwärterhäuschen sehen, die an den früheren Alltag am Kanal erinnern.
Der Kanal lässt sich am besten zu Fuß oder per Fahrrad entlang der befestigten Wege auf seinen Berges erkunden, wobei die wärmeren Monate die angenehmsten Bedingungen bieten. An manchen Abschnitten gibt es Hinweisschilder, die erklären, wie die Schleusen und die Wasserwege funktionieren, was die Orientierung erleichtert.
Der Canal de Berry gilt als der schmalste Kanal Frankreichs, was bedeutet, dass nur sehr kleine, speziell gebaute Boote, sogenannte berrichonnes, ihn befahren konnten. Diese flachen, schmalen Holzboote wurden eigens für diesen Kanal entwickelt und sind heute kaum noch anderswo zu sehen.
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