Optische Telegrafenlinie Metz–Mainz, optische Telegrafenlinie
Die Optische Telegrafenlinie Metz-Mainz war ein Netzwerk von Stationen, die mit beweglichen Balken und Fernrohren ausgestattet waren, um Nachrichten über große Entfernungen zu übertragen. Die Balken konnten in verschiedene Positionen gebracht werden, wobei jede Stellung für Buchstaben, Zahlen oder ganze Sätze stand.
Die Telegrafenlinie wurde 1813 eröffnet und war die Erweiterung eines französischen Systems, das bereits seit 1794 in Frankreich existierte. Die Station in Stadecken-Elsheim wurde 1814 von den Franzosen zerstört, als die französische Herrschaft über die Region endete.
Die Station war Teil eines militärischen Nachrichtennetzes, das Frankreich während seiner Herrschaft über die linke Rheinseite nutzte. Besucher können heute nachvollziehen, wie diese Orte in einer Zeit der schnellen Veränderungen als Symbole fortgeschrittener Technologie galten.
Der Ort ist leicht erreichbar und steht auf einem freien Feld mit guter Sicht auf die Umgebung. Besucher sollten beachten, dass die Station restauriert wurde, aber der Zugang unregelmäßig sein kann und man vorab Informationen zur Öffnung einholen sollte.
Die Stationen konnten Nachrichten in nur zwei bis sechs Minuten über eine Entfernung von etwa 360 Kilometern übertragen, was zur damaligen Zeit extrem schnell war. Diese Geschwindigkeit war nur möglich, weil jede Station sofort verstandene Signale weitergab, anstatt die Nachricht zu dekodieren.
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