Gldani-Gefängnis, Justizvollzugsanstalt im Bezirk Gldani, Tiflis, Georgien.
Das Gldani-Gefängnis ist die größte Haftanstalt Georgiens, beherbergt etwa viertausend Insassen und verfügt über medizinische Räume, eine Bibliothek, eine Turnhalle und verschiedene Abteilungen für unterschiedliche Häftlingskategorien.
Das 2008 errichtete Gefängnis sollte veraltete Einrichtungen aus der Sowjetzeit ersetzen und erlangte internationale Bekanntheit nach einem Skandal 2012, als durchgesickerte Videos systematischen Missbrauch und Folter von Häftlingen dokumentierten.
Der Missbrauchsskandal von 2012 löste Massenproteste in georgischen Städten aus und wurde zum Symbol für Menschenrechtsverletzungen, was weitreichende Forderungen nach Reform des Strafvollzugssystems des Landes hervorrief.
Das Gefängnis ist montags bis freitags von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet und befindet sich in der Zakaria-Maisuradze-Straße, wobei Familienbesuche und Rechtsberatungen während festgelegter Zeiten während der Woche ermöglicht werden.
Nach dem Skandal von 2012 führte Georgien Amnestie-Initiativen durch, die die Gefängnispopulation innerhalb von drei Monaten von 24.000 auf etwa 12.000 Insassen reduzierten und damit erhebliche Anstrengungen gegen Überbelegung darstellten.
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