Ssese Islands
Die Ssese-Inseln sind eine Gruppe von 84 kleinen Inseln im Victoriasee in Uganda, die sich über ein weites Gebiet erstrecken und teils bewohnt, teils unbewohnt sind. Die größte Insel Bugala ist etwa 40 Kilometer lang und beherbergt die meisten Siedlungen, während kleinere Inseln oft nur wenige Hektar messen und von dichtem Regenwald bedeckt sind.
Die Inseln waren lange von Fischern und Kleinbauern bewohnt, bis der britische Entdecker John Speke hier im 19. Jahrhundert auf seiner Suche nach den Nilquellen Station machte. Sein Fort auf einer der Inseln erinnert noch heute an diese Zeit der europäischen Erkundung Ostafrikas.
Der Name stammt vom Wort für die Tsetse-Fliege, die früher häufiger am Ufer auftrat und manchmal in großen Schwärmen zu sehen war. Die einheimischen Fischer sprechen Luganda und nutzen die Gewässer täglich, während Palmölanbau und einfache Höfe das Innere der Inseln prägen.
Die Anreise erfolgt meist mit dem Boot von Entebbe oder Masaka aus und dauert je nach Verbindung dreieinhalb Stunden oder kürzer mit einem Schnellboot. Die Inseln sind das ganze Jahr über zugänglich, wobei die Trockenzeiten klareres Wetter und ruhigere Gewässer bieten.
Ein nahegelegenes Schutzgebiet auf Ngamba beherbergt gerettete Schimpansen, die Besucher oft vom Ufer aus beim Spielen und Fressen beobachten können. Das kleine Museum auf den Inseln zeigt präparierte Tiere und Werkzeuge, die den Alltag der Inselbewohner über Generationen hinweg dokumentieren.
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