Unterseeboot U-9
Das Unterseeboot U-9 ist ein früheres Marineschiff der Bundesmarine, das heute im Freigelände des Museums in Speyer ausgestellt wird. Das Boot ist fast 46 Meter lang, wiegt rund 460 Tonnen und zeigt die typische dunkle Hülle mit den schmalen Luken und Steuerungsanlagen, die einst für Einsätze in flachen Gewässern ausgelegt waren.
Das Boot entstand 1966 in Kiel während des Wiederaufbaus der deutschen Marine nach dem Zweiten Weltkrieg. Es gehörte zur Klasse 205 und fuhr bis 1993 aktiv, bevor es im Rahmen der Flottenverkleinerung außer Dienst gestellt und später nach Speyer transportiert wurde.
Der Name zeigt die alte Tradition der deutschen Marine, ihre Boote nach Nummern zu benennen, wobei das 'U' für Unterseeboot steht. Die Crew arbeitete eng zusammen in den kleinen Räumen, wo jeder Handgriff geübt war und das tägliche Leben von strengen Abläufen geprägt wurde.
Besucher können das Boot von außen begehen und durch die schmalen Luken ins Innere schauen, wo die Kontrollanlagen und Schlafplätze erhalten sind. Der Zugang erfolgt über Treppen und Leitern, weshalb festes Schuhwerk und eine gewisse Beweglichkeit hilfreich sind.
Ehemalige Besatzungsmitglieder besuchen das Boot regelmäßig und helfen bei der Pflege, wobei sie manchmal Führungen geben und aus ihrer Zeit an Bord erzählen. Jedes Jahr richtet ein Amateurfunkclub eine Funkstation im Inneren ein und nimmt von dort aus weltweiten Kontakt auf.
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