U 9, U-Boot Typ 205 in Speyer, Deutschland
U-9 ist ein deutsches Militär-U-Boot der Klasse 205, das heute auf dem Gelände des Technik Museums Speyer ausgestellt ist. Das Boot liegt an Land und kann sowohl von außen als auch von innen besichtigt werden, wobei die originale Ausrüstung und die engen Zwischendecks erhalten geblieben sind.
U-9 wurde Anfang der 1960er Jahre auf der Howaldtswerke-Werft in Kiel gebaut und trat 1967 seinen Dienst in der Bundesmarine an. Nach knapp drei Jahrzehnten aktiven Dienstes wurde das Boot außer Dienst gestellt und gelangte schließlich als Museumsschiff nach Speyer.
U-9 trägt eine Bezeichnung, die an frühere deutsche U-Boote aus den beiden Weltkriegen erinnert, was bei deutschen Marinebesuchern oft Gesprächsstoff liefert. Im Inneren kann man die engen Schlafkojen, die Steueranlage und die Torpedorohre besichtigen, die einen direkten Eindruck vom Alltag der Besatzung vermitteln.
Der Innenbereich des Bootes ist über enge Luken zugänglich, daher empfiehlt sich bequeme Kleidung und flaches Schuhwerk. Wer auf engem Raum empfindlich reagiert, sollte sich darauf einstellen, dass die Gänge sehr niedrig und schmal sind.
Die Klasse 205 wurde ohne Stahl gebaut, da magnetischer Stahl im Kalten Krieg die empfindlichen Minen aktivieren konnte. Der Rumpf des U-9 besteht daher aus nichtmagnetischem Material, was ihn für seine Zeit technisch ungewöhnlich machte.
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