Trieste, bemanntes U-Boot, das 10910 Meter tief tauchte
Das Bathyscaphe Trieste ist ein erhaltenes Tiefsee-Tauchboot, das heute als Museumsschiff in Washington ausgestellt ist. Das Fahrzeug misst etwa 18 Meter Länge und knapp 6 Meter Höhe, mit einer runden Stahlkugel in der Mitte, die starkem Wasserdruck standhält.
Das Tauchboot wurde Anfang der 1950er Jahre in Italien vom Schweizer Wissenschaftler Auguste Piccard entworfen und gebaut. Im Jahr 1960 erreichte es mit zwei Männern an Bord als erstes bemanntes Fahrzeug den Challengertief im Marianengraben, fast 11.000 Meter unter der Oberfläche.
Der Name stammt von der italienischen Stadt Triest, wo das Tauchboot entworfen und gebaut wurde. Besucher sehen heute die kompakte Druckkugel aus Stahl, in der nur zwei Menschen Platz fanden, und können sich vorstellen, wie eng und dunkel es darin gewesen sein muss.
Das Museumsschiff liegt in einem überdachten Ausstellungsbereich und ist von allen Seiten zugänglich. Besucher können um das Fahrzeug herumgehen und Informationstafeln lesen, die erklären, wie es funktionierte und welche Herausforderungen die Besatzung meistern musste.
Während des Rekordtauchgangs im Jahr 1960 knackte eines der äußeren Fenster bei über 9.000 Metern Tiefe, doch die Crew setzte die Mission fort und kehrte sicher zurück. Die winzige Sichtluke aus dickem Acryl bot den beiden Männern nur einen schmalen Blick auf die völlige Dunkelheit am Meeresgrund.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.