Tempel der Göttlichen Vorsehung, Römisch-katholische Kirche im Bezirk Wilanów, Warschau, Polen.
Der Tempel der Göttlichen Vorsehung steht im Stadtteil Wilanów und kombiniert eine kubische Basis aus weißem Beton mit einer Kuppel, die 75 Meter hoch aufragt. Im Untergeschoss befinden sich das Pantheon der großen Polen sowie Kapellen und Ausstellungsräume für religiöse und historische Themen.
Die Idee für das Heiligtum entstand 1791 nach der Verabschiedung der ersten polnischen Verfassung, doch Kriege, Teilungen und politische Umbrüche verschoben den Bau über zwei Jahrhunderte. Die Arbeiten begannen ernsthaft im Jahr 1999 und endeten 2016 mit der Fertigstellung und Weihe des Gebäudes.
Das Heiligtum dient als religiöser und nationaler Gedenkort, in dem Gläubige beten und Polen an prägende Persönlichkeiten ihrer Geschichte erinnern. Die unterirdische Ebene bildet einen Raum der Stille, der Gräber und Gedenkstellen zu Dichtern, Staatsoberhäuptern und geistlichen Führern vereint.
Die Anreise erfolgt bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die das Gebäude mit dem Zentrum von Warschau verbinden. Der Eintritt in das Pantheon kostet 2 Euro regulär und 1,50 Euro ermäßigt für Schüler und Studenten.
Ein Rundgang durch die Stationen zeigt polnische Ereignisse aus religiöser Sicht in chronologischer Reihenfolge und bildet einen ungewöhnlichen Lehrpfad für Besucher. Die Darstellung verbindet Glauben und nationale Erinnerung in einer Form, die zwischen Museum und Pilgerweg steht.
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