Gole di San Martino
Die Gole di San Martino ist eine Schlucht mit hohen Felswanden, die sich zwischen engen Durchgangen offnen und zum Vallone di Santo Spirito fuhren. Der Fluss Verde hat die Kalksteinformationen uber Jahrtausende hinweg ausgehohlt und schafft heute ein System mit mehreren Talsektionen, darunter die Valle di Macchia Lunga und die Valle Cannella, die bis zur Bergkette des Monte Amaro ansteigen.
Die Gole di San Martino wurde vom Verde-Fluss während des Quartärs geformt, insbesondere durch Gletscheraktivitäten, die die Kalksteinwande sculpt haben. Das Gebiet war im 8. Jahrhundert religiose bedeutsam, wie die Überreste des Klosters San Martino in Valle zeigen, das später im 18. Jahrhundert umgebaut wurde und bei einer Uberschwemmung 1818 verscharrt wurde.
Der Name San Martino bezieht sich auf eine lokale Legende, wonach der Heilige die Felsen durchbrochen haben soll, um den Menschen den Zugang zu höhergelegenen Weiden zu ermöglichen. Die Schlucht ist ein wichtiger Teil der lokalen Identität von Fara San Martino und wird von Wanderern und Kletterern regelmäßig besucht und gepflegt.
Der Hauptzugang beginnt unterhalb der Villa Comunale in Fara San Martino, wobei ein 300 Meter langer steiler Weg zu den Quellen des Verde führt, oder ein schnellerer Zugang von Lama dei Peligni über einen Serpentinenweg möglich ist. Das Wandern in der Schlucht erfordert bei schlechtem Wetter Vorsicht vor Steinfallen, und es ist ratsam, einen erfahrenen Führer zu engagieren, besonders wenn man die abgelegenen Täler erkunden möchte.
Die Felswande enthalten Kalksteine aus der Unterkreide mit fossilen Algen und Foraminiferen, die Millionen Jahre alte marine Lebensräume dokumentieren. An den nahe gelegenen Cima Murelle sind auch Spuren großer ausgestorbener Muscheln, sogenannte Rudisten, noch heute sichtbar.
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