Foz de Lumbier
Die Foz de Lumbier ist eine tiefe Schlucht in Navarra, die vom Fluss Irati über viele Jahrtausende ausgewaschen wurde. Die steilen Felswände zeigen Farben von Hellgrau bis Dunkelbraun, teilweise bewachsen mit grünem Moos, und bilden ein enges, windiges Durchgangstal.
Der Fluss Irati hat diese Schlucht über Jahrtausende hinweg geformt und ist bis heute das prägende Element des Ortes. Später wurde ein Eisenbahnstrecke durch das Tal gebaut, die Pamplona und Sangüesa verband und die ersten Eisenbahntunnel in der Gegend schuf, bevor die Strecke stillgelegt und in einen Wanderweg umgewandelt wurde.
Der Ort trägt den Namen des nahegelegenen Dorfes Lumbier und wurde 1987 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Die Schlucht ist heute ein wichtiger Lebensraum für Geierfütterungsplätze, wo man von Wegen aus große Kolonien beobachten kann, die über den steilen Felswänden kreisen.
Der Wanderweg ist flach und einfach begehbar, ideal für Familien mit Kleinkindern und etwa 3,6 Kilometer Gesamtlänge, mit guten Wegen, die auch für Kinderwagen geeignet sind. Eine Taschenlampe oder Handy-Licht ist notwendig, um die dunklen Tunnel sicher zu durchqueren, und festes Schuhwerk wird empfohlen, da der Boden in der Nähe der Kanten rutschig sein kann.
Eine Legende erzählt vom Teufelsbrücke, einer ehemaligen Steinbrücke, deren Ruinen heute noch sichtbar sind und von ihrer dunklen Geschichte berichten. Die Brücke soll im 16. Jahrhundert erbaut worden sein, wurde aber 1812 von französischen Soldaten zerstört und liegt nun als rätselhaftes Überbleibsel im Tal.
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