Centro Histórico de Évora
Das Centro Histórico de Évora ist das alte Stadtzentrum von Évora im Süden Portugals, umgeben von einer mittelalterlichen Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert. Innerhalb dieser Mauern liegen enge Kopfsteinpflasterstraßen, ein römischer Tempel, gotische Kirchen, Klöster und offene Plätze mit Brunnen.
Évora wurde von den Römern gegründet und war unter dem Namen Liberalitas Julia eine bedeutende Verwaltungsstadt in der Provinz Lusitania. Im 15. und 16. Jahrhundert erlebte die Stadt ihre Blütezeit als Residenz des portugiesischen Königshauses, was viele der noch heute sichtbaren Gebäude hervorbrachte.
In den Straßen des alten Stadtzentrums sind Kacheln mit blauen Motiven, sogenannte Azulejos, an Fassaden und in Kirchen allgegenwärtig. Die Einwohner treffen sich an Nachmittagen auf den Plätzen, um Kaffee zu trinken und miteinander zu reden, was dem Alltag hier ein ruhiges Tempo gibt.
Das historische Zentrum ist gut zu Fuß zu erkunden, aber festes Schuhwerk ist wegen des Kopfsteinpflasters und der hügeligen Straßen empfehlenswert. Der Besuch ist in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag am angenehm, wenn die Hitze und das Touristenaufkommen geringer sind.
Im Inneren der Kirche Igreja de São Francisco befindet sich eine Kapelle, deren Wände und Decken vollständig mit menschlichen Knochen und Schädeln verkleidet sind. Eine Inschrift über dem Eingang erinnert die Besucher daran, dass die Gebeine dort zur Besinnung einladen sollen.
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