Évora, UNESCO-Weltkulturerbestadt in Alentejo, Portugal
Évora ist eine ummauerte Stadt im Alentejo, deren historischer Kern sich über sanfte Hügel verteilt und von engen Gassen durchzogen wird. Die Bebauung zeigt weiß getünchte Häuser mit gelben Zierbändern, kleine Plätze und Torbögen, die in einen Kern aus römischen, maurischen und mittelalterlichen Bauten übergehen.
Die Römer errichteten hier ab 57 v. Chr. einen befestigten Posten, der im Mittelalter unter maurischer und später christlicher Herrschaft zu einer bedeutenden Handelsstadt heranwuchs. Im 16. Jahrhundert erreichte der Ort seine Blütezeit als königliche Residenz und Universitätssitz.
Das Stadtbild bewahrt seine römischen, maurischen und mittelalterlichen Wurzeln in einem Ensemble, das Einheimische und Studenten täglich durchqueren. Die weißen Häuserfassaden und Arkadengänge prägen einen Rhythmus, der sich seit Jahrhunderten in den Gewohnheiten der Bewohner fortsetzt.
Der Altstadtkern lässt sich zu Fuß in etwa zwei Stunden erkunden, wobei bequeme Schuhe wegen des Kopfsteinpflasters und der Steigungen empfohlen werden. Wer früh morgens oder am späten Nachmittag unterwegs ist, trifft auf weniger Besucher und angenehmere Temperaturen im Sommer.
Im südlichen Teil der Altmauer liegt eine kleine Kapelle aus dem 16. Jahrhundert, deren Innenwände vollständig mit menschlichen Gebeinen verkleidet sind. Die Anordnung der Schädel und Knochen folgt dabei einem symmetrischen Muster, das Besucher oft länger als erwartet betrachten.
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