Old Cathedral of Saint Mary of Coimbra
Die Alte Kathedrale Sankt Maria von Coimbra ist eine romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert mit massiven Steinmauern und kleinen Fenstern, die ihr ein burgartiges Äußeres verleihen. Im Inneren befinden sich ein gotisches Altarbild flämischer Bildhauer aus dem frühen 16. Jahrhundert sowie ein Renaissanceportal an der Seite mit reichem Schnitzwerk.
Der Bau begann 1164 unter Bischof Dom Miguel Salomaeo und die Kathedrale wurde 1184 geweiht, woraufhin König D. Sancho I. dort 1185 gekrönt wurde. Das Gebäude gilt als die am besten erhaltene romanische Kathedrale aus der Zeit der portugiesischen Reconquista.
Die Kathedrale trägt den Namen der Heiligen Maria und ist seit ihrer Gründung das religiöse Zentrum von Coimbra. Jeden Mai versammeln sich männliche Absolventen auf den Treppenstufen davor, um traditionellen Fado zu singen und sich von ihren Universitätsjahren zu verabschieden.
Die Kathedrale liegt in der Altstadt von Coimbra und ist zu Fuß über die Stufen beim Torbogen Arco de Almedina erreichbar. Während der Gottesdienste am Nachmittag und Abend ist der Zutritt nicht möglich, daher empfiehlt sich ein Besuch am Vormittag.
Die steinernen Kapitelle im Inneren sind mit Pflanzen- und Tiermotiven verziert, enthalten aber keine menschlichen Figuren oder biblischen Szenen. Dies deutet darauf hin, dass sie von mozarabischen Handwerkern geschaffen wurden, die sich in Coimbra niedergelassen hatten und einen eigenen Dekorationsstil entwickelten.
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