Moschee al-Qarawiyīn, Gebethaus und ehemalige Universität in Fès, Marokko
Die Moschee al-Quaraouiyine ist ein großes Gebethaus und ehemaliges Lernzentrum in der Altstadt von Fès, mit breiten Innenhöfen, hohen Säulen und weitläufigen Gebetsräumen. Das Bauwerk ist heute von dicht bebauten Wohnhäusern umgeben, wodurch sein voller Umfang von außen kaum zu sehen ist.
Die Moschee wurde im Jahr 859 gegründet und ist eine der ältesten noch genutzten Moscheen der Welt. Sie wurde mehrmals erweitert und entwickelte sich zu einem bedeutenden Lernzentrum, wo berühmte Gelehrte wie Averroes und Ibn Khaldun lehrten oder studierten.
Die Moschee ist eng mit der Geschichte der Stadt verflochten und prägt bis heute das Leben in der Altstadt von Fès. Besucher können sehen, wie der Ort tief in die tägliche Routine der Anwohner integriert ist und als Treffpunkt für Gebet und Wissensaustausch dient.
Die Moschee ist für Besucher, die nicht Muslim sind, von außen sichtbar, aber der Zutritt ins Innere ist nicht gestattet. Der Eingang wird durch das denkmalgeschützte Tor Bab Boujloud markiert, das mit blauen Ornamenten verziert ist und sich an der Grenze zur Altstadt befindet.
Die Bibliothek der Moschee bewahrt Tausende von Manuskripten und Büchern, darunter seltene Werke wie eine Kopie von Platons Werken aus dem 10. Jahrhundert. Diese Sammlung gehört zu den wertvollsten religiösen und gelehrten Archiven der islamischen Welt und bleibt an diesem Ort für die Nachwelt erhalten.
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