Medersa Attarine, Islamische Schule aus dem 14. Jahrhundert nahe dem Gewürzmarkt Souk al-Attarine in Fez, Marokko.
Die Al-Attarine Madrasa ist eine Schule aus dem 14. Jahrhundert, die sich um einen zentralen Innenhof mit Student-Unterkunftsräumen dreht. Die Wände zeigen geometrische Muster, während die Decken mit geschnitztem Holz und die Böden mit farbigen Kachelmosaiken verziert sind.
Das Gebäude wurde zwischen 1323 und 1325 von Sultan Abu Said Osman II. in Auftrag gegeben, um ein Zentrum für religiöse Ausbildung zu schaffen. Die Stiftung war Teil einer breiteren Bewegung in Fes, fortgeschrittenes Wissen in den Wissenschaften und der islamischen Theologie zu fördern.
Der Name bezieht sich auf den benachbarten Gewürzmarkt, wo Studenten und Gelehrte täglich ein- und ausgingen. Diesen Bezug zur Handelsstraße kann man noch heute in der unmittelbaren Nähe spüren.
Das Gebäude befindet sich in einem belebten Medina-Viertel, daher ist die Zugänglichkeit begrenzt. Man sollte bequeme Schuhe tragen und sich Zeit nehmen, um die engen Gassen zu durchqueren.
Der Gebetsnische ist senkrecht zum Hof ausgerichtet statt nach vorne, eine Anpassung an die beengten Platzverhältnisse des Innenhofes. Diese ungewöhnliche Orientierung zeigt, wie Architekten die strengen religiösen Anforderungen an die praktischen Zwänge des Grundstücks angepasst haben.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.