Pointe de Pen-Hir, Kap in Camaret-sur-Mer, Bretagne, Frankreich
Die Pointe de Pen-Hir, auf Bretonisch 'Beg Penn Hir', ist ein Kap am südwestlichen Ende der Halbinsel Crozon, im Gemeindegebiet von Camaret-sur-Mer in der Bretagne. Die Klippen fallen steil in das Meer der Iroise hinab und bestehen aus armorikanischem Sandstein, der vom Wind und den Wellen geformt wurde.
Die Klippen der Pointe de Pen-Hir dienten früher als natürlicher Ausguckpunkt für Seeleute und Fischer, die die Meeresrouten entlang der bretonischen Küste beobachteten. Im 20. Jahrhundert wurde der Ort durch die Einweihung des Kreuzes von Pen-Hir durch General de Gaulle im Jahr 1960 zu einem Gedenkort.
An der Spitze steht ein großes Kreuz aus dem Jahr 1960, das an die Bretonen erinnert, die im Zweiten Weltkrieg für Frankreich kämpften. Auf dem Denkmal sind Inschriften auf Französisch und Bretonisch eingemeißelt, darunter der Satz 'Kentoc'h mervel eget em zaotra', was 'Lieber sterben als sich zu beschmutzen' bedeutet.
Der Zugang zur Spitze erfolgt zu Fuß über einen Küstenpfad entlang der Klippen, der bei jedem Wetter begangen werden kann, bei starkem Wind aber Vorsicht erfordert. Ein Parkplatz in der Nähe macht den Ausgangspunkt leicht zu erreichen, und das Gelände eignet sich für Besucher aller Altersgruppen.
Das Kreuz von Pen-Hir wurde von zwei lokalen Künstlern, Christopher und Victor Bazin, erschaffen und ist eines der wenigen Denkmäler in Frankreich, das eine zweisprachige Inschrift auf Bretonisch und Französisch trägt. Die bretonische Inschrift macht es zu einem der seltenen offiziellen Denkmäler, auf denen die Regionalsprache so sichtbar verwendet wird.
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