Altobservatorium Peking, Astronomische Sternwarte im Bezirk Dongcheng, Peking, China
Der Alte Observatorium Peking ist eine astronomische Sternwarte im Stadtbezirk Dongcheng in Peking, China, die auf einer hohen Backsteinplattform steht und mehrere Bronzeinstrumente unter freiem Himmel aufbewahrt. Das Hauptgebäude überragt die Umgebung und ist von einem Garten umgeben, in dem die Instrumente offen aufgestellt sind und besichtigt werden können.
Das Observatorium wurde 1442 unter der Ming-Dynastie errichtet und war über mehrere Jahrhunderte das wichtigste Zentrum für astronomische Beobachtungen im kaiserlichen China. Während der Qing-Dynastie wurden neue Bronzeinstrumente hinzugefügt, und 1929 wurde der Standort in ein Astronomiemuseum umgewandelt.
Einige der Bronzeinstrumente auf der Plattform wurden unter dem Einfluss europäischer Wissenschaftler entworfen, die im 17. und 18. Jahrhundert am kaiserlichen Hof tätig waren. Man kann diesen Austausch noch heute ablesen, wenn man die Form der Geräte mit chinesischen Inschriften und westlicher Mechanik betrachtet.
Das Gelände befindet sich nahe der U-Bahn-Station Jianguomen und ist zu Fuß gut erreichbar. Der Besuch der Dachterrasse mit den Instrumenten und des Museumsbereichs im Inneren dauert zusammen etwa eine Stunde.
Einige der Bronzeinstrumente auf der Plattform wurden während des Boxeraufstands im Jahr 1900 von deutschen und französischen Truppen weggebracht und erst Jahrzehnte später nach China zurückgegeben. Wer die Instrumente heute betrachtet, sieht also Objekte, die einen langen Umweg durch Europa gemacht haben, bevor sie an ihren ursprünglichen Platz zurückkehrten.
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