Zhihua-Tempel, Buddhistischer Tempel im Bezirk Dongcheng, China
Der Zhihua-Tempel ist ein buddhistischer Tempelbezirk im Dongcheng-Bezirk von Peking, der aus mehreren Gebäuden besteht, die um einen zentralen Innenhof angeordnet sind. Die Dächer sind mit schwarzen Ziegeln gedeckt, ein ungewöhnliches Merkmal für einen kaiserlichen Bau dieser Zeit, und die Anlage folgt einer strengen Südachse.
Der Tempel wurde 1443 während der Ming-Dynastie vom mächtigen Eunuchen Wang Zhen erbaut und anfangs als privater Andachtsort genutzt. Nach dem Tod von Wang Zhen wurde die Anlage von der kaiserlichen Regierung übernommen und blieb ein aktiver buddhistischer Ort.
Der Tempel ist bekannt für seine Tradition der rituellen Musik, die seit Jahrhunderten in seinen Hallen erklingt. Besucher können diese Aufführungen an bestimmten Tagen erleben und so eine direkte Verbindung zu einer lebendigen buddhistischen Praxis herstellen.
Der Tempel liegt in einem alten Wohnviertel von Dongcheng mit engen Gassen, daher empfiehlt es sich, die Route im Voraus zu planen. Wer die Musikvorführungen erleben möchte, sollte sich vorab nach den Zeiten erkundigen, da diese nicht täglich stattfinden.
Eine der oberen Hallen des Tempels hat ein rotierendes Holzdach mit aufwendigen Schnitzereien, das aus einem einzigen Stück gefertigt wurde, ohne Nägel zu verwenden. Diese Technik, die als "caisson ceiling" bekannt ist, ist in dieser Qualität in Peking heute kaum noch zu finden.
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