Chaoyangmen, Ming-Dynastie-Tor im Bezirk Dongcheng, China.
Chaoyangmen ist kein stehendes Tor mehr: Der Torturm der Ming-Zeit samt Plattform wurde 1953 abgerissen, der Pfeilerturm 1958, und an der Stelle liegt heute ein Knotenpunkt des östlichen 2. Rings. Der Torturm war 31,35 m breit und 19,2 m tief und mit der Plattform 32 m hoch; die Barbakane maß 68 m in der Breite und 62 m in der Tiefe, mit Torturm und Pfeilerturm nach Art des Chongwenmen.
Chaoyangmen war zunächst das Qihua-Tor der Yuan-Hauptstadt Dadu. Am 14. September 1368 drangen Ming-Truppen durch dieses Tor in die Stadt ein und beendeten die Yuan-Dynastie; später wurde es nach seiner Ausrichtung zur Morgensonne umbenannt. Der Pfeilturm wurde 1900 von japanischer Artillerie zerstört und 1903 wieder aufgebaut. Die Barbakane wurde 1915 für die Ringbahn abgetragen, der Torturm mit Sockel 1953 und der Pfeilturm 1958.
Das Tor ist nach seiner Ostausrichtung benannt, die täglich die aufgehende Sonne empfängt; auch Qihuamen, sein Name aus der Yuan-Zeit, ist umgangssprachlich noch gebräuchlich. Als Getreidetor Pekings trug es das Zeichen einer Ähre über dem Bogen und den Beinamen Dumen, Tor der Ruhe.
Das Tor selbst steht nicht mehr: An seiner Stelle liegt heute der Verkehrsknoten Chaoyangmen am östlichen 2. Ring, wo einst Stadtmauer und Wassergraben verliefen. Die Linien 2 und 6 der Pekinger U-Bahn treffen sich in der Station Chaoyangmen, deren Ausgänge direkt an der Brücke liegen. Westlich führt die Chaoyangmen Inner Street Richtung Dongsi und Wangfujing, östlich die Chaoyangmen Outer Street ins Gebiet Chaowai und zum Zhihua-Tempel.
Das Tor selbst ist verschwunden: Es wurde 1953 abgetragen, sein Pfeilerturm 1958, und wo Mauern und Graben standen, verläuft heute der 2. Ring. Geblieben ist der Name – getragen von der Brücke, der Umsteigestation der U-Bahn-Linien 2 und 6 und der Grenze zwischen den Bezirken Dongcheng und Chaoyang.
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