Hutong, Gasse in Peking, China
Ein Hutong ist eine schmale Gasse in Peking, die zwischen Reihen einstöckiger Innenhofhäuser, den sogenannten Siheyuan, verläuft. Die Gassen folgen meist einer Ost-West-Ausrichtung, damit die Häuser möglichst viel Sonnenlicht bekommen.
Die ersten Hutongs entstanden während der Yuan-Dynastie vor etwa 700 Jahren, als mongolische Herrscher Peking neu ordneten und die Gassen als Wege zwischen Wohnhöfen anlegten. In der Ming- und Qing-Dynastie wuchsen die Viertel stark und die Zahl der Gassen vervielfachte sich, bevor viele von ihnen im 20. Jahrhundert dem Stadtumbau zum Opfer fielen.
Das Wort Hutong stammt aus dem Mongolischen und bedeutet ursprünglich Brunnen, was zeigt, wie wichtig Wasserquellen für das Gemeinschaftsleben waren. Viele Gassen tragen noch heute Namen, die auf alte Tempel, Märkte oder bekannte Bewohner hinweisen und so die Geschichte des Viertels erzählbar machen.
Viele Hutongs sind von der U-Bahn aus gut zu Fuß erreichbar, und Fahrräder oder Rikschas bieten sich für engere Gassen an. Es empfiehlt sich, bequeme Schuhe zu tragen und die Privatsphäre der Anwohner zu achten, indem man unbeschriftete Hoftüren nicht ohne Einladung öffnet.
Der schmalste bekannte Hutong in Peking ist so eng, dass zwei Personen kaum nebeneinander hindurchpassen. Manche Gassen dienten früher als Orte für Beamtenprüfungen oder Handelsaustausch, eine Nutzung, die in der heutigen Straßenlandschaft kaum noch sichtbar ist.
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