Rocchetta-Hof, Historisches Gebäude in Parma, Italien
Die Cour de la Rocchetta ist ein historisches Gebäude im Zentrum von Parma, in der Nähe des Palazzo della Pilotta, und war Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Die Mauern aus Stein zeugen noch heute von ihrer ursprünglichen Funktion als Festungsanlage.
Die Rocchetta wurde im 14. Jahrhundert unter Bernabò Visconti errichtet, der Parma befestigen und gegen Feinde schützen wollte. Im Laufe der Zeit diente sie als Gefängnis, als Unterkunft für Hofbedienstete und schließlich im 19. Jahrhundert als Teil der Akademie der Schönen Künste.
Die Cour de la Rocchetta beherbergte im 19. Jahrhundert Gemälde aus der Zeit von Maria Luigia, Herzogin von Parma und Gattin Napoleons, die Kunst leidenschaftlich förderte. Ihre Sammlung vereint klassische und romantische Stile, mit Werken von Malern wie Francesco Scaramuzza und Giuseppe Molteni.
Die Cour de la Rocchetta ist nicht täglich geöffnet, sondern empfängt Besucher vor allem bei Sonderveranstaltungen oder Ausstellungen. Da das Gebäude im historischen Zentrum liegt, lässt sich der Besuch gut mit einem Spaziergang durch die Umgebung des Palazzo della Pilotta verbinden.
Die Rocchetta diente zeitweise als Aufbewahrungsort für Altarbilder von Correggio, die aus ihren Kirchen entfernt worden waren und hier von Kunstgelehrten studiert wurden, anstatt zurückgegeben zu werden. Dieser Ort war damit für kurze Zeit ein Sammelpunkt für einige der bedeutendsten Werke der Emilianischen Malerei.
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