Fortin del Bonete, Militärisches Wehrgebäude in Peñíscola, Spanien
Der Fortín del Bonete, auch Fortín del Bufador genannt, ist ein kleines Wehrgebäude aus dem 16. Jahrhundert auf einem Felsvorsprung am südlichen Rand der Altstadt von Peñíscola in der Provinz Castellón. Die rechteckige Anlage mit schmalen Mauern überblickt das Mittelmeer und liegt unweit des Hafens, der sowohl Fischerbooten als auch Sportbooten dient.
Der Fortín del Bonete wurde im 16. Jahrhundert auf Befehl von Papst Benedikt XIII., dem sogenannten Papa Luna, errichtet, um die Küste und den Hafen von Peñíscola vor Piratenangriffen zu schützen. Während des Unabhängigkeitskrieges gegen die napoleonischen Truppen wurde die ursprüngliche Anlage weitgehend zerstört und später mit neuen Fundamenten und sichtbarem Backsteinmauerwerk wieder aufgebaut.
Der Fortín del Bonete liegt am südlichen Rand der Altstadt, dort wo die Felsen steil zum Meer abfallen. Direkt darunter befindet sich eine natürliche Felsspalte namens El Bufador, durch die das Meer bei starkem Wellengang Luft und Wasser nach oben schleudert und ein dumpfes Grollen erzeugt, das dem Ort seinen zweiten Namen gegeben hat.
Der Fortín del Bonete liegt im südlichen Teil der Altstadt von Peñíscola und ist zu Fuß über die engen Gassen des Altstadtkerns gut erreichbar. Von dort aus lässt sich die Umgebung gut erkunden, denn ganz in der Nähe befinden sich der Hafen, das Baluarte del Príncipe mit seinem Meeresmuseum sowie die alten Stadtmauern.
Von den Mauern des Fortíns blickt man nach Süden bis zur Torre Badum in der Sierra de Irta, einem alten Wachturm, der einst durch Feuerzeichen vor Invasoren von See warnte. Diese Signalkette verband mehrere Küstenpunkte miteinander und machte den Fortín zu einem Teil eines weitaus größeren Verteidigungsnetzwerks.
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