Heiliger Blasius, Stadtviertel im 20. Arrondissement, Paris, Frankreich
Saint Blaise ist ein Viertel im östlichen Paris, im 20. Arrondissement, das um die gleichnamige Straße herum aufgebaut ist. Die Straße verläuft zwischen kleinen Wohnhäusern aus dem 19. Jahrhundert, Kopfsteinpflaster und einem alten Kirchturm am oberen Ende.
Das Viertel war einst Teil des eigenständigen Dorfes Charonne, das Weinberge, Obstgärten und Landhäuser wohlhabender Pariser beherbergte. Im 19. Jahrhundert wurde Charonne in Paris eingemeindet, und die Bebauung verdichtete sich nach und nach.
Rue Saint-Blaise ist die Hauptstraße des Viertels und wirkt wie eine Freilichtausstellung des alten Paris. Kleine Läden, Galerien für Straßenkunst und Cafés wie Lumière, die von Anwohnern täglich besucht werden, prägen das Bild.
Der angenehmste Einstieg ins Viertel ist vom oberen Ende der Rue Saint-Blaise, nahe der Kirche Saint-Germain-de-Charonne. Das Kopfsteinpflaster kann uneben sein, daher sind feste Schuhe empfehlenswert, besonders wenn man zu Fuß die ganze Straße erkunden möchte.
An der Hausnummer 46 der Rue Saint-Blaise ist ein Steingesicht des Meeresgottes Neptun in die Fassade gemeißelt, das einzige Überbleibsel eines alten Lusthauses aus der Zeit, als wohlhabende Pariser hier Landsitze unterhielten. Direkt neben der Kirche am oberen Ende der Straße liegt ein kleiner Friedhof, der noch heute in Betrieb ist und einer der wenigen innerhalb der Pariser Stadtgrenzen gebliebenen ist.
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