Cour Saint-Émilion, Fußgängerzone und Metrostation im 12. Arrondissement, Paris
Cour Saint-Émilion ist eine Fußgängerstraße im Viertel Bercy im 12. Arrondissement von Paris und beherbergt außerdem eine gleichnamige Metrostation der Linie 14. Die Straße ist mit Kopfsteinpflaster belegt und von alten Backsteingebäuden gesäumt, in denen sich heute Geschäfte, Restaurants und ein Multiplexkino befinden.
Im 19. Jahrhundert war das Viertel Bercy ein riesiges Lagergebiet, in dem Wein aus ganz Frankreich vor seiner Verteilung nach Paris gelagert wurde. In den 1980er und 1990er Jahren wurden die alten Lagerhallen in das heutige Einkaufs- und Freizeitviertel Bercy Village umgewandelt.
Der Name der Straße geht auf die berühmte Weinregion im Südwesten Frankreichs zurück und erinnert daran, dass hier einst Wein aus dem ganzen Land gelagert wurde. Alte Schienen im Kopfsteinpflaster zeigen noch heute, wie die Weinfässer durch die Lager transportiert wurden.
Die Metrostation Cour Saint-Émilion an der Linie 14 liegt direkt am Eingang der Fußgängerzone und ermöglicht eine bequeme Anreise aus dem Stadtzentrum. Die Gegend ist tagsüber und abends belebt und lässt sich problemlos zu Fuß erkunden.
Bei Ausgrabungsarbeiten in den frühen 1990er Jahren wurden in der Nähe der Straße sehr alte Boote entdeckt, die heute im Musée Carnavalet ausgestellt sind. Dieser Fund zeigt, wie weit das Seine-Ufer einst reichte, bevor das Stadtgebiet in diesem Bereich ausgebaut wurde.
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