Pfad, Stadtviertel und Metrostation in Paris, 2. Arrondissement, Frankreich
Sentier ist ein Stadtviertel und eine Metrostation im 2. Arrondissement von Paris, gelegen zwischen dem Boulevard de Sébastopol und der Rue Réaumur. Die Straßen sind eng und mit traditionellen Pariser Fassaden aus Stein gesäumt, unterbrochen von einigen überdachten Passagen.
Im 16. Jahrhundert verlief durch dieses Gebiet die äußere Stadtgrenze von Paris, die durch Mauern aus dem 14. Jahrhundert geschützt wurde, und einige Straßen wie die Rue de Cléry erinnern noch heute daran. Im 19. Jahrhundert wurde die Gegend zum Mittelpunkt des Pariser Textilgewerbes.
Das Quartier Sentier ist seit dem 19. Jahrhundert das Zentrum der Pariser Textilindustrie, und viele Schaufenster erinnern noch heute daran. Wer durch die Rue Réaumur oder die Rue d'Aboukir geht, entdeckt dort auch Wandmalereien und eine begrünte Fassade, die von dem Botaniker Patrick Blanc gestaltet wurde.
Die Metrostation Sentier liegt an der Linie 3 und ist ein guter Ausgangspunkt für einen Spaziergang durch das Viertel. Die meisten Läden und Passagen sind tagsüber geöffnet, sodass ein Besuch am Vormittag oder frühen Nachmittag am lohnendsten ist.
In der Rue du Sentier starb 1778 die Mutter von Wolfgang Amadeus Mozart, als er noch in der Stadt weilte. Die Passage du Caire, der älteste überdachte Durchgang in Paris aus dem Jahr 1798, liegt ebenfalls in diesem Viertel, obwohl er heute kaum bekannt ist.
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