Friedhof der Carmes, Friedhof in Clermont-Ferrand, Frankreich
Der Cimetière des Carmes ist der größte Friedhof von Clermont-Ferrand und liegt auf einem Gelände, das seit der Römerzeit genutzt wird. Er beherbergt Grabmäler in verschiedenen Stilen, von neoklassisch bis Art déco, sowie eine Reihe von Gedenkmonumenten und eine kleine Kapelle.
Das Gelände des Cimetière des Carmes war ursprünglich ein mittelalterliches Kloster, das im 10. Jahrhundert gegründet und später von den Unbeschuhten Karmelitern übernommen wurde. Nach der Französischen Revolution kaufte die Stadt Clermont-Ferrand das Gelände und eröffnete den Friedhof am 21. Juli 1816; er wurde 1846 und erneut 1908 erweitert.
Der Cimetière des Carmes gilt als Freilichtmuseum der Steinmetzkunst, da viele Grabmäler aus Volvic-Stein gefertigt wurden, einem lokal abgebauten vulkanischen Gestein, das für seine dunkle Farbe bekannt ist. Geführte Besuche werden in Zusammenarbeit mit dem Fremdenverkehrsamt angeboten und helfen, die künstlerischen und persönlichen Geschichten hinter den Grabmälern besser zu verstehen.
Der Friedhof ist zu Fuß vom Stadtzentrum von Clermont-Ferrand aus gut erreichbar und während der Tagesstunden geöffnet. Besucher sollten ruhig und respektvoll auftreten, da der Ort von Familien für Gedenkfeiern genutzt wird.
Durch den Friedhof fließt die Tiretaine, ein Fluss, der seit 1886 unterirdisch verläuft und heute als unsichtbare Grenze zwischen dem alten und dem neuen Teil des Geländes dient. Der Friedhof beherbergt auch ein Denkmal für gefallene Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg, das 1924 eingeweiht wurde und heute als historisches Monument klassifiziert ist.
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