Wald von Białowieża, Urwald an der Grenze zwischen Polen und Belarus
Die Forêt de Białowieża ist ein Urwald an der Grenze zwischen Polen und Belarus, einer der letzten seiner Art in Europa. Der Wald besteht hauptsächlich aus Eichen, Linden und Eschen, von denen viele sehr alt sind, mit dicken Stämmen, moosbedecktem Boden und natürlich verrottendem Totholz.
Der Wald war jahrhundertelang ein königliches Jagdrevier, das den Königen Polens und den Fürsten Litauens vorbehalten war. Im 20. Jahrhundert wurden die letzten wildlebenden Exemplare des europäischen Bisons hier ausgerottet, bevor Schutzprogramme das Tier erfolgreich wieder ansiedelten.
Im Białowieża-Wald können Besucher noch heute Bisons beobachten, die in freier Wildbahn leben. Die lokale Bevölkerung, die seit Generationen in der Nähe lebt, sammelt traditionell Pilze und Beeren im Wald.
Der polnische Teil des Waldes verfügt über ausgewiesene Wanderwege und Besucherzentren, wobei für bestimmte Bereiche des Nationalparks eine Führung erforderlich ist. Ein Besuch ist das ganze Jahr über möglich, doch im Sommer und Herbst sind die Wetterbedingungen für Spaziergänge angenehmer.
Der Name Białowieża bedeutet auf Polnisch 'Weißer Turm' und bezieht sich auf einen alten Wachturm, der einst am Rand des Waldes stand. Von diesem Bauwerk ist heute nichts mehr übrig, aber der Name blieb und wird heute mit dem gesamten Waldgebiet verbunden.
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