Pointe aux Oie, Kap bei Wimereux, Nordfrankreich
Pointe aux Oies ist ein kleines Kap an der Opalküste bei Wimereux im Norden Frankreichs, das sich an der Grenze zwischen Strand, Dünen und offenem Meer befindet. Von hier aus blickt man über die Bucht de la Slack, wo bei Niedrigwasser schwarze Felsplatten aus dem Sand herausragen.
Das Kap ist seit der Steinzeit besiedelt und hat archäologische Funde geliefert, die auf eine Besiedlung vor Hunderttausenden von Jahren hinweisen. Später campten hier römische Soldaten, und im 19. Jahrhundert nutzte Napoleon Bonaparte diesen Küstenabschnitt, um seine Truppen für einen geplanten Angriff auf England zu sammeln.
Der Name Pointe aux Oies bedeutet auf Deutsch so viel wie "Gänsespitze" und verweist auf den Zug der Wildgänse, die diese Küste seit jeher als Orientierungspunkt nutzen. Heute kommen viele Spaziergänger hierher, um entlang des Küstenpfades GR120 zu gehen und die Vögel auf den Kiesflächen zu beobachten.
Ein Parkplatz liegt in der Nähe der Dünen, und von dort aus geht man zu Fuß über einen Kiesweg zur Spitze des Kaps. Der Boden ist uneben, mit Kieseln, Sand und einigen Stufen, daher sind feste Schuhe empfehlenswert.
Bei Sturm oder starker Flut treten unter dem Sand schwarze Holzreste hervor, die zu einem versunkenen Wald gehören, der vor 3.000 bis 4.000 Jahren hier stand. Was wie Steine aussieht, sind tatsächlich versteinerte Wurzeln und Torfschichten uralter Birken, Eichen und Erlen.
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