Ficus macrophylla, Außergewöhnlicher Baum in Cádiz, Spanien
Der Ficus macrophylla ist ein außergewöhnlicher Baum in Cádiz, der an zwei Hauptstandorten zu finden ist: in der Alameda de Apodaca und beim ehemaligen Hospital de Mora, das heute eine Wirtschaftsfakultät beherbergt. Der Baum hat einen sehr dicken Stamm, weit ausladende Äste und große, glänzende Blätter mit dunkelgrüner Oberseite.
Die heute noch erhaltenen Exemplare beim ehemaligen Hospital de Mora wurden 1903 gepflanzt, also kurz nach der Einweihung des Krankenhauses. Die Bäume überlebten mehr als ein Jahrhundert und wurden mit der Zeit als Teil des natürlichen Erbes der Stadt anerkannt.
Der Ficus macrophylla ist in Cádiz tief mit einer Legende verwurzelt: Zwei Ordensfrauen sollen die Pflanzen aus Australien mitgebracht haben und erkrankten auf dem Rückweg so schwer, dass sie im nahen Krankenhaus starben. Die Bäume wurden zu ihrem Gedenken gepflanzt und sind seitdem Teil des kollektiven Gedächtnisses der Stadt.
Die Bäume können zu Fuß erkundet werden, indem man entweder die Alameda de Apodaca entlangläuft oder die Gegend beim ehemaligen Hospital de Mora aufsucht. Der Bereich um die Bäume wurde für Fußgänger umgestaltet, sodass man sie aus der Nähe betrachten kann.
Der Ficus macrophylla stammt ursprünglich aus Australien und ist eigentlich ein sogenannter Würgefeigenbaum: Seine Luftwurzeln wachsen nach unten und verdicken sich mit der Zeit zu einer Art zusätzlichem Stamm. In Cádiz sind diese Wurzeln an einigen Exemplaren deutlich sichtbar und geben dem Baum ein ungewöhnliches Aussehen.
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