익산 제석사지, Archäologische Stätte in Wanggunmyeon, Iksan, Südkorea
Die Jeseoksa-Tempelstätte ist ein archäologisches Gelände in 왕궁면 (Wanggunmyeon), einem ländlichen Gebiet von Iksan in Südkorea. Es sind Fundamente, Steinreste und Dachziegel erhalten, die einst zu einem großen Holztempel gehörten.
Die Tempelanlage wurde während des Königreichs Baekje erbaut und wird mit König Mu in Verbindung gebracht. Im Jahr 639 zerstörte ein Blitzschlag die Holzgebäude, und seitdem blieben nur Ruinen und Fundamente erhalten.
Auf dem Gelände wurden viele Dachziegel mit Lotusblüten und Rollenmustern gefunden, die typisch für die Baekje-Architektur sind. Sie geben einen guten Eindruck davon, wie kunstvoll die Menschen in dieser Zeit bauten und dekorierten.
Das Gelände liegt in einem flachen, ländlichen Gebiet, das sich gut zu Fuß erkunden lässt. Ein Besuch ist besonders bei trockenem Wetter angenehm, da viele Teile der Anlage im Freien liegen.
Bei Ausgrabungen wurde eine kleine Tonfigur mit wildem Gesicht und großer Nase gefunden, die böse Geister abwehren sollte. Solche Figuren sind für Baekje-Tempel ungewöhnlich und geben Einblick in die Ritualwelt dieser Zeit.
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