Cennet Çöküğü, Doline in Silifke, Türkei
Der Cennet-Schlund ist eine große, elliptische Doline in Silifke in der südlichen Türkei, entstanden durch die Erosion von Kalkstein durch unterirdisches Wasser. Am Rand befindet sich eine steinerne Treppe, die zum Boden hinabführt, wo eine kleine Kirche und eine Höhle mit einem unterirdischen Fluss zu finden sind.
Der Cennet-Schlund hat sich über Jahrtausende durch die Auflösung von unterirdischem Kalkstein gebildet. Im 5. Jahrhundert wurde am Boden eine dem Christentum gewidmete Kirche errichtet; in der Umgebung existierten auch griechisch-hellenistische Tempelanlagen aus einer noch früheren Zeit.
Im Boden der Cennet-Höhle steht eine kleine Kirche aus dem 5. Jahrhundert, die der Jungfrau Maria geweiht ist. An ihrem Eingang sind noch heute vier Zeilen einer alten Inschrift zu lesen, die den Namen des Erbauers, Paulus, nennt.
Die Steine Treppe, die zum Boden des Schlunds hinabführt, ist steil und kann bei Nässe rutschig sein, weshalb festes Schuhwerk empfohlen wird. Das Gelände liegt in einem trockenen, offenen Bereich ohne viel Schatten, sodass ein Besuch am Morgen angenehmer ist.
In der Höhle am Boden des Schlunds ist das Rauschen eines unterirdischen Flusses zu hören, dessen Wasser schließlich ins Mittelmeer mündet. Das Geräusch hört man, noch bevor man das Wasser selbst zu Gesicht bekommt.
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