Turm von Gömeç, Römischer Wachturm nahe Kızkalesi, Türkei
Der Turm von Gömeç ist ein römischer Wachtturm, der auf einem Hügel etwa 11 Meter hoch aufragt und aus sorgfältig behauenen Steinblöcken mit einer besonderen Schichtungstechnik gebaut wurde. Das Bauwerk hatte vier Innenebenen und einen Eingang an der Südseite, was auf eine durchdachte Konstruktion für Überwachungs- und Verteidigungszwecke hindeutet.
Die Warte entstand in der Zeit des Übergangs von der seleukidischen zur römischen Herrschaft im zweiten Jahrhundert vor Christus. Sie war Teil eines ausgedehnten Abwehrsystems gegen Piraten, die damals die Mittelmeerküsten bedrohten.
Der Turm ist Teil eines römischen Verteidigungssystems, das entlang der Küste von Kilikien errichtet wurde. Besucher können heute sehen, wie solche Strukturen in die Landschaft eingebettet waren und welche Rolle sie im täglichen Leben der Region spielten.
Die Ruine liegt auf einem Hügel, daher ist ein Aufstieg notwendig, um sie zu erreichen und die umliegende Landschaft von oben zu sehen. Der Boden kann uneben sein, also sollte man mit geeignetem Schuhwerk und Vorsicht unterwegs sein.
In der Nähe des Turms finden Besucher die Überreste anderer antiker Gebäude, darunter eine noch sichtbare Anlage zur Herstellung von Olivenöl. Diese Entdeckung zeigt, dass dieser Ort nicht nur militärisch genutzt wurde, sondern auch wirtschaftliche Aktivitäten beheimatete.
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