Soğanlı Ören Yeri, Archäologische Stätte in der Provinz Kayseri, Türkei
Soğanlı Ören Yeri ist eine archäologische Stätte in einem Tal nahe der Stadt Yeşilhisar in der Provinz Kayseri, Türkei. Das Tal ist durchzogen von in den Fels gehauenen Kirchen, Taubenhäusern und Höhlen, die in die steilen Felshänge gegraben wurden.
Das Gebiet war bereits in der Römerzeit bewohnt, und die Höhlen in den Felsen dienten als Begräbnisstätten. Ab dem 4. Jahrhundert wurde die Stätte zu einem christlichen Klosterzentrum, wo Mönche und Einsiedler in den Felskammern lebten und beteten.
Die Frauen aus dem nahegelegenen Dorf stellen kleine Stoffpuppen her, die als Soğanlı-Babys bekannt sind. Diese handgemachten Puppen werden auf Märkten in der ganzen Kappadokien-Region verkauft und sind ein lebendiger Teil des lokalen Alltagslebens.
Bequeme Schuhe sind wichtig, da die Wege uneben sind und einige Kircheneingänge das Überqueren von Steigungen oder das Bücken erfordern. Frühmorgens oder am späten Nachmittag lässt sich das Gelände am ruhigsten erkunden.
Einige Kirchen bewahren Fresken aus dem 10. bis 12. Jahrhundert, und an manchen Felswänden sind noch Kreuze und Symbole zu sehen, die direkt in den Stein gemeißelt wurden. Die Taubenhäuser, die in die Felsen gehauen wurden, dienten nicht nur zur Nahrungsversorgung, sondern auch zur Nachrichtenübermittlung.
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