Unterirdische Stadt, Unterirdischer archäologischer Komplex in Derinkuyu, Türkei
Derinkuyu ist eine unterirdische Stadt in der türkischen Provinz Nevşehir, die sich über mehrere Etagen bis 85 Meter unter die Erdoberfläche erstreckt. Schmale Gänge und steile Treppen verbinden die verschiedenen Ebenen, die vollständig in weiches Vulkangestein gehauen wurden.
Die Phryger begannen im 8. Jahrhundert vor Christus mit dem Aushöhlen der ersten Kammern. Während der byzantinischen Zeit erweiterten christliche Gemeinschaften die Anlage erheblich, um sich vor arabischen Überfällen zu schützen.
Kapellen mit Steinbänken und Taufbecken zeigen, wie die Bewohner ihre religiösen Rituale unter der Erde fortsetzten. Wohnkammern enthalten noch heute Mühlsteine und Felsregale, die von einem organisierten Alltag tief unter der Erde erzählen.
Die Wege durch das Gelände sind niedrig und eng, daher sollte man sich auf gebückte Passagen einstellen. Gute Schuhe mit rutschfester Sohle helfen auf den unebenen Stufen und feuchten Oberflächen.
Mehr als 600 versteckte Eingänge in den Innenhöfen der heutigen Häuser führen immer noch hinunter in die unterirdischen Gänge. Ein 8 Kilometer langer Tunnel verbindet diese Stadt mit anderen verborgenen Siedlungen in der Region.
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