Karatay Madrasa, Madrasa und Museum in Konya, Türkei
Die Karatay Madrasa ist eine mittelalterliche islamische Schule und ein Museum im Stadtzentrum von Konya, in der Türkei, im Viertel Şemsitebrizi an der Ankara Caddesi gelegen. Das Gebäude aus dem 13. Jahrhundert besteht aus einem einstöckigen Steinbau mit einem von einer Kuppel überdachten Innenhof, einem zentralen Iwan und einer Reihe kleiner Studienzimmer.
Die Madrasa wurde 1251 von Emir Celaleddin Karatay unter der Herrschaft von Sultan Izzettin Keykavus II. erbaut und diente zunächst als Schule für religiöse Wissenschaften während der Seldschuken-Ära. Im Laufe der Jahrhunderte überstand das Gebäude den Übergang zur Osmanischen Zeit und wurde schließlich in ein Museum umgewandelt.
Die Kacheln im Inneren des Gebäudes zeigen geometrische und florale Muster in Türkis, Marineblau und Schwarz, die für die Seldschuken-Kunst typisch sind. Diese Muster sind in die Wände eingebettet und prägen den Eindruck des gesamten Raums.
Das Gebäude befindet sich im Stadtzentrum von Konya und ist zu Fuß gut von anderen historischen Sehenswürdigkeiten aus erreichbar. Ein früher Besuch am Morgen oder kurz vor Sonnenuntergang lohnt sich, da das Licht zu diesen Zeiten die Steinmauern besonders gut zur Geltung bringt.
Im südlichen Teil des Gebäudes befindet sich das Grab von Celaleddin Karatay, dem Stifter der Madrasa, der damit buchstäblich Teil seines eigenen Werkes wurde. Zudem sind in einigen Bereichen des Museums antike Wasserkanäle durch Schutzglas sichtbar, die bei den Restaurierungsarbeiten freigelegt wurden.
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