Jüdisches Rathaus, Renaissance-Rathaus in Josefov, Prag, Tschechische Republik
Das Jüdische Rathaus ist ein Renaissancegebäude mit einer spätkasischen Fassade, das an der Ecke der Maiselova-Straße steht und mit seinen markanten Merkmalen hervortritt. Die Struktur kombiniert historische Architektur mit funktionalen Elementen, die bis heute das Bild des Jüdischen Viertels prägen.
Das Rathaus wurde 1577 unter der Schirmherrschaft des Bürgermeisters Mordechai Maisel erbaut und war ein Zeichen der wachsenden jüdischen Gemeinde. Nach einem Feuer 1755 wurde es vom Architekten Josef Schlesinger umfassend rekonstruiert und erhielt dabei seine barocke Fassade.
Das Gebäude dient bis heute als Verwaltungszentrum der jüdischen Gemeinde Prags und symbolisiert die lange Präsenz jüdischen Lebens in der Stadt. Besucher können von außen die Fassade bewundern und dabei ein Stück gelebter Tradition erleben.
Das Rathaus befindet sich in der Maiselova-Straße 250/18 in Prag 1 und ist zu Fuß leicht erreichbar, wenn Sie das Jüdische Viertel erkunden. Sie können die Außenfassade während eines Spaziergangs durch die historischen Gassen betrachten und die Architektur in ihrem lokalen Kontext erfassen.
Zwei Uhren prägen die Fassade: eine mit römischen Ziffern zeigt die Zeit in westlicher Richtung, die andere mit hebräischen Buchstaben läuft entgegengesetzt und markiert die Zeit in jüdischer Tradition. Diese doppelte Zeitmessung spiegelt die Koexistenz zweier Kulturen wider.
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