Altneu-Synagoge, Gotische Synagoge in Josefov, Tschechische Republik
Die Altneusynagoge ist ein Gebetshaus aus Stein im Prager Stadtteil Josefov, das auf einem rechteckigen Grundriss mit zwei Schiffen ruht, die durch schmale Spitzbögen getrennt sind. Die Gewölbe zeigen steile gotische Rippen, und das Dach steigt in zwei scharfen Giebeln aus roten Ziegeln an.
Steinmetze aus der königlichen Bauhütte errichteten das Gebetshaus im Jahr 1270, als Prager Juden ihre ersten festen Steinbauten errichteten. Die Gemeinde nutzt den Raum bis heute für Gottesdienste und macht ihn zum ältesten aktiven Sakralbau seiner Art auf dem Kontinent.
Der Gebetsraum wird von einer hohen Bima geprägt, die von einem schmiedeeisernen Gitter aus dem 13. Jahrhundert umgeben ist. An den Wänden hängt das Banner der Prager jüdischen Gemeinde, das einen sechszackigen Stern zeigt.
Besucher können das Innere nur im Rahmen einer Führung durch das jüdische Viertel betreten, die im Voraus gebucht werden sollte. Der Raum ist klein und erlaubt nur eine begrenzte Anzahl von Personen gleichzeitig.
Das Dachgeschoss ist für Besucher geschlossen und birgt nach mündlichen Erzählungen die Überreste des Golem, einer Lehmfigur, die Rabbi Löw einst zum Schutz der Gemeinde geformt haben soll. Die Geschichte gehört zu den bekanntesten Legenden der Stadt und zieht bis heute Neugierige an.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.