Liberec, Regionale Hauptstadt im Norden der Tschechischen Republik
Liberec ist eine Hauptstadt der Region im Tal des Lausitzer Neißes zwischen dem Isergebirge und dem Ještěd-Kozákov-Kamm auf 359 Metern Höhe im nördlichen Tschechien. Die Innenstadt gruppiert sich um einen großen Platz mit Rathaus, von dem breite Straßen in verschiedene Viertel führen.
Ursprünglich im 11. Jahrhundert als Habersdorf gegründet, entwickelte sich die Stadt zu einem Textilproduktionszentrum und erhielt 1577 von Kaiser Rudolf II. die Stadtrechte. Die Industrialisierung im 19. Jahrhundert brachte Wachstum und neue Architektur in die gesamte Region.
Das Nordböhmische Museum bewahrt mittelalterliche flämische Wandteppiche, während das F.X. Šalda Theater regelmäßige Aufführungen in einem Gebäude im Neorenaissance-Stil von 1883 zeigt. Die alte Textiltradition der Stadt zeigt sich noch heute in einigen erhaltenen Fabrikgebäuden entlang der Straßen.
Direkte Busse verbinden die Stadt in etwa einer Stunde mit Prag, während das örtliche Verkehrssystem sowohl Straßenbahnen als auch Busse umfasst, die alle Stadtteile bedienen. Der zentrale Platz bildet einen guten Ausgangspunkt für Spaziergänge durch die Altstadt und zu den nahegelegenen Parks.
Der Ještěd-Turm, 1973 erbaut, verbindet einen Fernsehsender mit einem Berghotel auf 1012 Metern über dem Meeresspiegel. Seine charakteristische Kegelform machte ihn zu einem der ungewöhnlichsten Bauwerke der tschechoslowakischen Architektur.
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