Kulturlandschaft Lednice-Valtice, Kulturlandschaft und Weltkulturerbe in Südmähren, Tschechische Republik
Die Lednice-Valtice-Kulturlandschaft ist ein etwa 200 Quadratkilometer großes Gebiet mit zwei prächtigen Schlössern, Gärten, Seen und architektonischen Monumenten, die in einem bewusst gestalteten Parkland verteilt sind. Das Gelände verbindet die beiden Ortschaften und bietet eine sorgfältig arrangierte Mischung aus Wasser, Vegetation und Bauwerken.
Die Familie Liechtenstein erwarb das Schloss Valtice 1249 und wandelte die umliegenden Landgüter über sieben Jahrhunderte in einen ausgedehnten Privatpark um. Diese Umgestaltung spiegelt die wachsende Macht und den Reichtum der Familie wider, die kontinuierlich ihr Anwesen veränderte und erweiterte.
Die Landschaft vereint Barock-, Klassizismus- und Neogotik-Elemente mit englischen Gartentraditionen, was an zahlreichen Pavillons und Aussichtspunkten zu sehen ist. Besucher entdecken überall durchdachte architektonische Details, die zeigen, wie die frühere Herrscherfamilie ihre Macht und ihren Geschmack ausdrücken wollte.
Das Gelände lässt sich zu Fuß auf gekennzeichneten Wanderwegen, mit dem Fahrrad auf ausgebauten Routen oder mit Führungen erkunden, die an beiden Schlössern in mehreren Sprachen angeboten werden. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da die Strecken lang sind und durch verschiedene Geländetypen führen.
Der 62 Meter hohe Minarett im Lednice-Garten im Maurischen Stil bietet an klaren Tagen Ausblicke bis zum Stephansdom in Wien. Dieses orientalisch inspirierte Bauwerk war ein beliebtes Statussymbol europäischer Adliger des 19. Jahrhunderts.
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