Schlesisches Landesmuseum, Forschungseinrichtung und Museum in Opava, Tschechische Republik
Das Schlesische Museum ist eine Forschungseinrichtung mit Sammlungen zur Vorgeschichte, Geschichte, Kunst und Naturwissenschaften, die auf mehrere Gebäude in der Stadt verteilt sind. Die Bestände umfassen regionale Artefakte, Kunstwerke und naturkundliche Objekte aus verschiedenen Epochen.
Die Gründung erfolgte 1814 durch Professor Faustin Ens als erste öffentliche Museum auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik. Das Haus entwickelte sich später zu einer bedeutenden Forschungseinrichtung mit umfangreichen wissenschaftlichen Sammlungen.
Der Name des Museums erinnert an die Gymnasialsammlung von 1814, die nach der Ablehnung von Museum Karolinum 1820 zunächst Opavské gymnazijní muzeum hieß. In den 1850er Jahren kam die Bibliothek in das Minoritenkloster. Das Museum betreut zudem die Gedenkstätte Hrabyně mit 13.000 Namen von Soldaten und Zivilisten.
Besucher finden hier Ausstellungen in verschiedenen Gebäuden, die man zu Fuß erkunden kann. Es ist hilfreich, sich Zeit für mehrere Standorte einzuplanen, da die Sammlungen auf verschiedene Häuser verteilt sind.
Die Kriegsgedenkstätte des Museums steht nicht in Opava, sondern im Dorf Hrabyně, am Ort einer großen Schlacht des Zweiten Weltkriegs zwischen NS-Deutschland und sowjetischen Truppen. Ihre Wände verzeichnen 13.000 Namen von Soldaten sowie von Zivilisten aus Schlesien und Nordmähren, die im Krieg starben.
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