Burg Eger, Kaiserliche Burgruine in Cheb, Tschechische Republik
Burg Cheb ist eine Ruinenanlage auf einem Hügel über dem Fluss Ohře in der westböhmischen Stadt Cheb. Das Gelände umfasst einen markanten schwarzen Wehrturm aus Lava, eine zweistöckige Kapelle im romanischen Stil und mehrere Steinbauten.
An der Stelle der heutigen Burg stand ursprünglich eine slawische Befestigung, bevor Kaiser Friedrich Barbarossa das Gelände Ende des 12. Jahrhunderts in eine Kaiserresidenz umwandelte. Die Staufer nutzten sie als wichtigen Stützpunkt auf ihren Reisen durch Mitteleuropa.
Die Kapelle auf dem Burggelände ist den Heiligen Martin, Erhard und Ursula geweiht und besitzt zwei übereinanderliegende Ebenen, was für sakrale Bauten dieser Zeit ungewöhnlich war. Die untere Ebene war für einfache Gläubige bestimmt, die obere für den Kaiser und seinen Hofstaat.
Das Gelände ist saisonal geöffnet und von der Altstadt Chebs gut zu Fuß erreichbar. Da die Wege teilweise uneben sind, empfiehlt es sich, festes Schuhwerk zu tragen.
Der schwarze Wehrturm der Burg wurde aus Lavastein gebaut, der aus der Umgebung von Cheb stammt, einem der wenigen Orte in Böhmen mit natürlichen Lavavorkommen. Dieses ungewöhnliche Material verleiht dem Turm seine dunkle Farbe und hebt ihn von anderen mittelalterlichen Bauten der Region ab.
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