Karolinum, Historischer Universitätskomplex in der Altstadt, Tschechische Republik
Das Karolinum ist ein Universitätsgebäudekomplex in der Altstadt Prags, der aus siebzehn verbundenen Gebäuden besteht, die sich um eine große Versammlungshalle gruppieren. Die Architektur verbindet gotische, Renaissance- und barocke Elemente, wobei die Säle und Kammern das Leben verschiedener Epochen widerspiegeln.
Das Karolinum wurde 1348 von Kaiser Karl IV. als Teil der ersten Universität Mitteleuropas gegründet und prägte damit die intellektuelle Entwicklung der Region für Generationen. Über die Jahrhunderte wuchs das Ensemble, wobei jede Epoche ihre architektonischen Spuren hinterließ.
Der Karolinum trägt den Namen des Kaisers, der die Universität gründete, und zeigt heute noch die enge Verflechtung zwischen akademischem Leben und böhmischer Geschichte an. Die Räume vermitteln, wie eng Religion und Bildung im Mittelalter miteinander verbunden waren.
Das Gelände ist vor allem bei akademischen Veranstaltungen und speziellen Öffnungstagen für Besucher zugänglich, weshalb es sich lohnt, vorher nach Öffnungszeiten zu erkundigen. Die historischen Räume befinden sich über mehrere Ebenen verteilt, daher sollte man mit unebenen Böden und steilen Treppen rechnen.
Ein besonderes Merkmal ist die gotische Erker aus dem Jahr 1370, die sich ursprünglich von der Außenwand abhob und heute zentral in den Komplex integriert ist. Diese Nische zeigt handwerkliche Details aus einer Zeit, als akademische Architektur noch persönlicher wirkte.
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