Esperanto-Museum, Sprachmuseum in Svitavy, Tschechische Republik
Das Esperanto-Museum nutzt das Erdgeschoss des Ottendorferhauses, eines roten Backsteinbaus von 1892 nach Plänen von Germano Wanderley, der auch „Rote Bibliothek“ genannt wird. Die Dauerausstellung verteilt Esperanto-Bücher, Anstecknadeln, Knöpfe und historische Objekte auf sieben Glasvitrinen, fünf gläserne Tische und 13 Wandrahmen. Die 22.000 deutschen Bücher gehören zur früheren öffentlichen Bibliothek des Hauses, nicht zum Museum, dessen Sammlung über 14.000 katalogisierte Esperanto-Bände umfasst.
Das Museum wurde im September 2008 eröffnet, um eine Sprache zu dokumentieren, die Ende des 19. Jahrhunderts von Zamenhof entwickelt wurde, um Völkerverständigung zu fördern. Das Gebäude selbst wurde 1892 vom amerikanischen Mäzen Oswald Ottendorfer errichtet und zeigt die damalige industrielle Architektur.
Das Museum wird von Freiwilligen des 1933 gegründeten Klubs der Esperanto-Freunde in Svitavy betreut. Es veranstaltet Sprachkurse, Reiseabende und jährliche Themenausstellungen; im Oktober 2011 war es Gastgeber der Esperanto-Wikimania zum 10. Jubiläum der Esperanto-Wikipedia.
Das Museum liegt im Erdgeschoss des Ottendorfer-Hauses; die Stücke stehen in sieben Vitrinen, auf fünf gläsernen Tischen und in 13 Wandrahmen. Ein Touchscreen liefert weitere Angaben, daneben liegende Zeitschriften und Broschüren sind gratis. Im hinteren Raum lädt ein kleines Café zum Gespräch.
Das Museum bewahrt eine Büste von Zamenhof, dem Schöpfer der Sprache, auf, die von der tschechischen Esperanto-Gemeinschaft spezielle Bedeutung hat. Diese Darstellung erinnert daran, wie eine Kunstsprache tatsächlich Menschen zusammenbrachte, die sich sonst nie kennengelernt hätten.
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