Ottendorferův dům, Kulturdenkmal in Město, Tschechische Republik
Das Ottendorferhaus ist ein rotziegelner historistischer Bau im Stil der deutschen Renaissance mit einem Zwiebelturm in Svitavy. Es wurde 1892 an der Stelle des Geburtshauses von Valentin Oswald Ottendorfer errichtet, der das Projekt initiierte und vollständig finanzierte. Der ursprüngliche Plan wurde vom New Yorker Architekten William M. Schickel erarbeitet, die endgültige Gestalt gab ihm der deutsch-brasilianische Architekt German Wanderley aus Brno.
Der aus Svitavy stammende New Yorker Oswald Ottendorfer finanzierte die Bibliothek, die der Brünner Architekt Germano Wanderley entwarf und die 1891–1892 an der Stelle von Ottendorfers Geburtshaus errichtet wurde. Am 21. August 1892 mit 7.400 Bänden eröffnet, wuchs der Bestand auf 23.000; nach dem Krieg blieben etwa 6.000, 1989–1992 folgte eine Rekonstruktion.
Der rotbackige Bau im Stil der deutschen Renaissance mit seinem Zwiebelturm wurde zum Wahrzeichen Svitavys; wegen der Backsteinfarbe nannte man die Bibliothek „die Rote“. Seit 2008 beherbergt das Erdgeschoss das Esperanto-Museum und eine Teestube, und im Saal darüber gastierten Esperantisten aus vielen Ländern, etwa bei EKOTUR 2009 und einer Wikimania 2011 zum zehnjährigen Bestehen der Esperanto-Wikipedia.
Das Gebäude steht im Zentrum von Svitavy und gehört der Stadt. Der Konzert- und Vortragssaal im Obergeschoss bietet jährlich zehn bis zwölf Konzerte mit klassischer Musik, und im Erdgeschoss befinden sich das Esperanto-Museum und ein Teeraum. Der örtliche Kreis der Musikfreunde organisiert das Konzertprogramm.
Das Gebäude ist nach dem in Třeboň das zweitälteste in Tschechien, das eigens für Bibliothekszwecke entworfen wurde. Seine rotbackige Fassade im Stil der deutschen Renaissance mit Zwiebelturm macht es zu einem der Wahrzeichen von Svitavy, und seit 2008 beherbergt es im Erdgeschoss das Esperanto-Museum.
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