Burg Egerberk, Gotische Burgruine bei Lestkov, Tschechische Republik
Egerberk ist eine Burgruine auf einem Sporn des Černý vrch auf 548 m über Lestkov. Ihre beiden Palasbauten, ein trapezförmiger Hauptpalas und ein halbrunder Turmpalas, wurden in den 1380er Jahren von Jindřich Škopek z Dubé ohne Bergfried umgebaut; der Hauptpalas ist fast in voller Höhe erhalten.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1317, als das Schloss Wilhelm gehörte, einem Begleiter Johannes von Luxemburg. In den folgenden Jahrhunderten wechselte es zwischen verschiedenen böhmischen Adelsfamilien, darunter das Haus Šumburk und das Haus Škopek.
Der deutsche Name Egerberg leitet sich vom deutschen Namen der Ohře, Eger, ab, während der tschechische Name Lestkov vom Dorf unterhalb stammt. Eine in den Felsen gehauene Zisterne im Sattel vor der Burg erinnert an die Wasserversorgung; der Gipfel liegt weit über dem Fluss.
Die Ruine liegt auf einem Sporn des Černý vrch in 548 m Höhe und ist zu Fuß von Lestkov erreichbar; der Weg steigt durch den Sattel an einer in den Fels gehauenen Wasserzisterne vorbei. In den Kern gelangt man durch einen kleinen Turm mit fächerförmigem Vortor, dann über eine Brücke über den Graben. Teile des Mauerwerks sind instabil.
Die beiden Palasbauten entstanden ohne Bergfried, den damals in Böhmen üblichen Wehrturm. Ende des 15. Jahrhunderts wurden die Mauern des Rundturms von zwei auf über vier Meter verstärkt, um Beschuss mit Kanonen vom gegenüberliegenden Hügel standzuhalten.
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