Burg Frymburk, Burgruine in Nový Hrádek, Tschechische Republik.
Frymburk ist eine Burgruine westlich von Nový Hrádek über dem Tal der Olešenka im nordwestlichen Adlergebirge. Der Kern ist von einer mächtigen Mauer mit abgerundeten Ecken umgeben; größtes Element ist der teilweise abgerutschte, fast zylindrische Bergfried mit über 18 Metern Durchmesser. Erhalten sind das Burgtor und Mauerreste.
Die Burg wurde wohl Anfang des 14. Jahrhunderts von den Herren von Leipa errichtet; Matouš von Frymburk ist 1354 als erster belegter Besitzer genannt. 1425 zerstörten die hussitischen Waisen sie wegen Jan Městeckýs Parteinahme für Sigismund, 1638 brannten schwedische Truppen sie nieder. Seit Mitte des 16. Jahrhunderts lag sie wüst und wurde nach 1800 aufgegeben.
Die Burg gab der Herrschaft Frymburk ihren Namen, die unter den Trčka von Lípa Dobruška, Dobřany, Olešnice, Slavoňov sowie rund zwanzig Dörfer und vier Höfe umfasste, bevor sie an die Herrschaft Opočno angeschlossen wurde. Im Tal unterhalb der Burg wurde Eisenerz abgebaut, wodurch die Ansiedlung Doly entstand.
Die Ruine liegt westlich von Nový Hrádek über dem Tal der Olešenka im nordwestlichen Adlergebirge. Wegen Einsturzgefahr ist sie nicht zugänglich; 2014 stürzte ein Teil des lícen Mauerwerks des Turms ein. Kurz vor 2020 wurde auf der Vorburg ein Seilspielplatz eingerichtet.
Der gewaltige runde Turm mit über 18 Metern Durchmesser war massiv: Über einem kleinen dunklen Raum lag ein größerer runder Saal. 2014 stürzte ein Teil des Verblendmauerwerks des Turms ein, und wegen weiterer Einsturzgefahr ist die Ruine gesperrt.
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