Witkowitzer Eisenwerke, historisches Unternehmen der Schwerindustrie
Die Witkowitzer Eisenwerke sind eine Fabrik in Ostrava, die einst Kohleabbau, Stahlproduktion und Maschinenbau beherbergte und das Aussehen der Gegend bis heute prägt. Der Komplex verfügt über riesige Hochöfen, eine alte Kokerei und verschiedene Produktionsgebäude im neugotischen und neoromantischen Stil, die massive Backsteinbauten und alte Maschinen zeigen.
Die Fabrik wurde 1828 gegründet und wuchs mit neuer Technologie jener Zeit heran, wobei Investoren wie Salomon Rothschild eine Schlüsselrolle spielten und die neue Eisenbahnlinie den Export ermöglichte. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm die Tschechoslowakei die Anlage, die Rohstahlproduktion endete 1998 und das Werk wurde danach schrittweise geschlossen.
Das Gelände trägt den inoffiziellen Namen Ostravské Hradčany in Anlehnung an Prags bekannte Burganlage. Der Ort symbolisiert die Vergangenheit, als Fabriken das Herz vieler Städte bildeten und zeigt, wie Industrie die Region über mehr als ein Jahrhundert prägte.
Der Komplex ist groß und weitläufig, deshalb ist es hilfreich, sich Zeit für einen Rundgang zu nehmen und die verschiedenen Bereiche schrittweise zu erkunden. Besucher können auf thematischen Wegen durch die Anlage gehen, zu den Hochöfen hinaufsteigen und von einem Turm aus einen Blick über Ostrava werfen.
Die Hochöfen erreichten einst Temperaturen über 1.500 Grad Celsius und ermöglichten den gesamten Eisenherstellungsprozess an einem Ort, was die Anlage zum einzigen Ort dieser Art in Europa machte. Heute werden Teile des Geländes in Kulturräume, Ausstellungsflächen und ein geplantes Museum für Industriegeschichte umgewandelt.
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