Ostrava, Industriemetropole in Mähren-Schlesien, Tschechische Republik
Ostrava ist die drittgrößte Stadt Tschechiens in der Region Mähren-Schlesien, rund 300 Kilometer östlich von Prag. Die Stadtlandschaft wird von stillgelegten Stahlwerken und roten Ziegelbauten geprägt, während die Altstadt mit ihren Bürgerhäusern aus dem 19. Jahrhundert ein kompakteres Zentrum bildet.
Die Entdeckung reicher Kohlevorkommen um 1763 verwandelte den kleinen Handelsort in ein Industriezentrum, das bis ins 20. Jahrhundert hinein expandierte. Nach dem Ende des Bergbaus in den 1990er Jahren begann die Stadt, ihre stillgelegten Anlagen in Kulturstätten umzuwidmen.
Die Bewohner nutzen das ehemalige Industriegebiet heute als Veranstaltungsort für Konzerte und Open-Air-Festivals, wobei die alten Hochöfen als Kulisse dienen. Die Stadt hat sich von einem Bergbauzentrum zu einem Ort gewandelt, an dem Besucher zwischen Gasometern spazieren gehen und die umgebauten Fabrikhallen erkunden können.
Die Stadt lässt sich gut zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden, wobei Straßenbahnen die verschiedenen Stadtteile und das Industriedenkmal Landek Park miteinander verbinden. Wer die obere Aussichtsplattform einer ehemaligen Kokerei besuchen möchte, sollte festes Schuhwerk und Trittsicherheit mitbringen.
Ein unterirdisches Labyrinth aus alten Stollen unter dem Stadtzentrum führt durch mehrere Ebenen und war ursprünglich für die Kohleförderung angelegt. Heute können Besucher diese Gänge teilweise begehen und die kühle, feuchte Luft spüren, die aus der Tiefe aufsteigt.
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