Burg Litice nad Orlicí, Mittelalterliche Burgruine in Litice nad Orlicí, Tschechische Republik.
Die Burg Litice ist eine Ruine an einem bewaldeten Hang über Litice nad Orlicí, etwa 7 km westlich von Žamberk. Ihr hoher quadratischer Turm trägt ein steiles dunkles Pyramidendach, rechts davon steht ein niedrigerer rechteckiger Flügel mit steilem Satteldach. Die Mauern bestehen aus hellem, unverputztem Stein mit kleinen Fenstern, und eine verfallene Steinmauer zieht sich nach rechts.
Der Bau der Burg begann um 1300 durch die Familie Drslavic und kam später unter die Herrschaft von Johann von Böhmen und Karl IV. In der Mitte des 15. Jahrhunderts erfuhr sie umfangreiche Renovierungen, als neue Herrscher die Anlage modernisierten.
Das Steinrelief über dem Fußgängertor zeigt König Georg von Poděbrady mit Wappenelementen und spiegelt die Handwerkskunst des 15. Jahrhunderts wider. Diese Darstellung verdeutlicht, wer über die Burg herrschte und welche Macht sie zu dieser Zeit besaß.
Die Burg liegt auf einer bewaldeten Landzunge über der Divoká Orlice und ist über Wege an steilen Hängen erreichbar; das Tor wurde früher über eine Zugbrücke über einen tiefen Graben passiert. Der Südpalast mit seinem schlanken quadratischen Turm wurde durch Arbeiten zwischen 1890 und 1894 sowie in den 1920er und 1930er Jahren gesichert. Die Anlage wird vom Nationalen Denkmalamt verwaltet.
Nicht die Drslavic gaben Lititz seinen Namen: Siedler aus Böhmen übernahmen den Namen dieser Burg für die Stadt in Pennsylvania. Die Verbindung läuft über die böhmischen Ursprünge der Herrnhuter Brüdergemeine, nicht über die mittelalterlichen Burgherren.
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